Rhododendron – Pflegetipps

Mit ihrer atemberaubenden Blütenpracht eroberten Rhododendren die Herzen vieler Gartenliebhaber. Schon der Name weist auf die Schönheit der Ziersträucher hin, denn er setzt sich abgeleitet aus dem Griechischen aus den Wörtern für „Rose“ und „Baum“ zusammen. Von April bis Juni blühen Rhododendren. Die Farben der trichterförmigen Blüten reichen von Weiß über Gelb, Rosa, Orange, Rot bis Violett. Ein wenig Aufmerksamkeit ist nötig, damit die Gewächse optimal gedeihen. Doch wie sieht die ideale Pflege für die Gewächse aus?

Geeigneter Standort

Rhododendron-Pflege beginnt bereits bei der Auswahl des Platzes. Die Gewächse favorisieren einen sonnigen Standort, nehmen aber auch mit lichtem Schatten vorlieb. Von größter Bedeutung ist der Untergrund. Zur Familie der Heidekrautgewächse gehörend, ziehen Rhododendren ein durchlässiges und saures Milieu mit einem pH-Wert von 4,0 bis 5,5 vor. Kalk wird grundsätzlich nicht vertragen. Die meisten Gärten entsprechen diesem Anspruch nicht. Deshalb muss der Boden den Bedürfnissen der Ziersträucher angepasst werden. Moorbeet- bzw. Rhododendronerde besitzt einen sauren Charakter und dient als perfekte Basis. Mit Hornspänen vermischt sind für die folgenden Wochen ausreichend Nährstoffe vorhanden.

Rhododendron pflanzen

Die beste Pflanzzeit erstreckt sich von April bis Mai. In Containern vorgezogene Exemplare wachsen indessen nahezu das ganze Jahr über an. Es empfiehlt sich ein Aushub, der mindestens viermal so groß ist wie der Wurzelballen. Nach dem Einsetzen das Pflanzloch mit Rhododendronerde füllen, andrücken und kräftig angießen. Eine Mulchdecke aus Rindenstücken unterdrückt Unkraut und hält den Boden weiterhin sauer.


Gießen und düngen

Rhododendren sind Flachwurzler. Weil die Wurzeln nicht tief in den Boden reichen, geraten die Gewächse bei längeren, regenlosen Perioden schnell an ihre Grenzen. Wässerungen überbrücken die Trockenzeit. Es sollte sich jedoch um aufgefangenes Regenwasser handeln. Kalkhaltiges Leitungswasser ist den Gewächsen zu hart. Es stimmt nicht mit dem Wunsch nach einem niedrigen pH-Wert überein. Zur Nährstoffversorgung hält der Handel speziellen Rhododendrondünger bereit. Bei der Verwendung eines Langzeitdüngers reichen zwei jährliche Gaben im März oder April und direkt nach der Blüte aus. Mineralische Dünger in flüssiger Form halten nicht so lange an. Je nach Produkt sind während der Saison Verabreichungen im ein- oder zweiwöchigen Turnus mit dem Gießwasser fällig.

Rhododendron zurückschneiden

Die maximale Wuchshöhe beträgt bis zu 2 m. Rückschnitte sind an und für sich nicht nötig, es sei denn, der Strauch ist außer Form geraten oder von innen verkahlt. Günstige Zeiträume für den Rhododendron-Rückschnitt liegen an einem frostfreien Tag zeitig im Jahr (Februar, März) oder von Juli bis September. Während der Blüte und von Herbst bis Januar ist der Griff zur Schere unangebracht. Nach kräftigen Rückschnitten, die zum Schutz brütender Vögel nicht mehr ab April erfolgen sollten, legt der Rhododendron bisweilen eine Blühpause ein. Erst muss sich die Krone erholen, bis wieder neue Knospen sprießen. Es ist empfehlenswert eine professionelle Anleitung zum Rhododendron schneiden zur Hand zu haben!


Krankheiten und Schädlinge

Gelegentlich finden sich Blattläuse auf jungen Trieben ein. Mit Seifenlösung einsprühen wirkt dem Befall entgegen. Weitaus gefährlicher ist die Rhododendron-Zikade. Sie verursacht braun werdende, nicht abfallende Blütenknospen. Als Gegenmaßnahmen kommen klebrige Gelbtafeln und auf den Schädling abgestimmte Spritzmittel infrage.

Bei der Phytophthora-Welke handelt es sich um eine Pilzkrankheit. Vertrocknete Äste sollten möglichst schnell entfernt und entsorgt werden. Danach regelmäßig kontrollieren, ob der Erreger noch aktiv ist. Weißliche Beläge weisen auf den Echten Mehltau hin. Auch hier gilt es, befallene Blätter zu beseitigen und auf eine gute Durchlüftung des Laubes zu achten.

Je besser umsorgt, umso widerstandsfähiger reagiert der Rhododendron auf Schädlinge und Krankheiten.