Die Wurmkompostierung

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Mit einem Wurmkomposter wird die Wurmkompostierung durchgeführt, das heißt, es findet eine Kompostierung mit Komposwürmern statt, der fertige und gebrauchsfertige Kompost herstellt. Nach der Kompostierung wird der fertige Kompost, genauer gesagt der Wurmkot bzw. der Extrakt aus diesem als Biodünger verkauft. Oftmals findet man den Wurmkot auch die Bezeichnung „Wurmtee“. Die dabei noch vorhandenen Würmer werden an Angler als Köder verkauft und finden eine Verwendung als Fischfutter.

Kompostierer für den häuslichen Gebrauch

Für den Hausgebrauch werden kleine Wurmkompostierer verwendet. In kleinen Kompostierern werden zuallererst, die organischen Küchenreste, die in fast allen Haushalten anfallen, zugeführt. Vorteil dieser Kompostierer ist, dass diese wenig Platz- und pflegearm sind. Betrieben können diese auf Balkonen oder auch in Vorratsräumen werden. Bei der richtigen Pflege geht die Kompostierung fast Geruchslos vonstatten. Ein Umsetzen des Komposgutes ist nicht erforderlich.

Im Freien werden mittelgroße Kompostierer angelegt, dabei handelt es sich um eine spezielle Art von Kisten, die so etwa eine Größe von bis zu 10 m² haben können.

 

Mit Wurmkiste Wurmkompost herstellen

Für jeden Gärtner ist eine Wurmkiste eine sinnvolle Investition. Mit ein wenig handwerklichen Geschick können Sie auch eine Wurmkiste selbst bauen. In diese werden dann die pflanzlichen Hausabfälle entsorgt und die Kompostwürmer gehen nun ihrer Arbeit nach und verarbeiten diese Abfälle zu wertvollem Wurmkompost. Diese fleißige Arbeit der Regenwürmer findet kaum oder nur selten eine Würdigung. Dabei ist gerade für den Kleingärtner, die Arbeit dieser Tiere von großer Bedeutung. Mit ihrem Röhrensystem durchziehen sie den Boden, verbessern so die Durchlüftung und den Wasserabfluss. Weiterhin holen sie die abgestorbenen Reste von Pflanzen, von der Oberfläche und verdauen diese. Damit reichern sie den Boden mit dem nährstoffreichen Wurmhumus an.

 

Für die Wurmkiste Kompostwürmer

Für die eigene Herstellung von Wurmkompost sind die Kompostwürmer sehr interessante Tiere. Sie müssen sich aber nicht selbst auf die Suche nach ihnen machen, sondern können sie in Form von Kokons einschließlich mit dem Aufzuchtzubehör im Fachhandel erwerben. Die Kompostwürmer setzen Sie jetzt einfach auf den Komposthaufen oder in die Wurmkiste, damit die Zersetzung beschleunigt wird. Die Wurmkiste kann auch auf einen Balkon gestellt werden, damit auch Menschen, die keinen Garten haben wertvollen Wurmkompost für ihre Topfpflanzen herstellen können.

Eine schnelle Zersetzung wird in niedrigen Wurmkompostern mit möglichst großer Oberfläche erreicht. Sind die Bedingungen optimal, sind auf einem Quadratmeter bis zu 20.000 Würmer zur gleichen Zeit aktiv. Beachten Sie aber dabei, dass Sie immer nur eine dünne Schicht Abfälle auffüllen und auf die gesamte Fläche verteilen. Dieses muss aber unbedingt „kalt“ erfolgen. Was heißt das: Schütten Sie zu viel organisches Material auf, fängt das sehr schnell an zu verrotten und entwickelt im Verrottungsprozess sehr hohe Temperaturen. Doch die hohen Temperaturen bedeuten für die Kompostwürmer den sicheren Tod.

Den Wurmkompost erkennen Sie an seiner dunklen Farbe und er riecht nach Erde. Dieser hat ein wenig Ähnlichkeit mit der Erde eines Maulwurfhügels. Mit seinen reichhaltigen Nährstoffen ist der Wurmkompost einer der besten organischen Dünger überhaupt. Die Lagerung des Wurmkompostes sollte nach seiner Ernte etwas feucht und im Dunkeln sein. Nach spätestens 6 Monaten sollten Sie den Kompost verbraucht haben.