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Cannabis daheim anbauen: 7 Dinge, auf die du achten solltest

Im Rahmen der Teillegalisierung von Cannabis sind sowohl der Besitz als auch der private Anbau erlaubt. Das Streichen von Cannabis aus dem Betäubungsmittelgesetz (BtMG) erlaubt es, einen Joint dem Feierabendbier vorzuziehen. Wer seinen grünen Daumen unter Beweis stellen will, tendiert zum Eigenanbau und hat damit gleichzeitig die volle Kontrolle über die Qualität. Der private Cannabis-Anbau erfordert jedoch ein wenig Vorbereitung. Hierauf solltest du achten!

 

Die aktuelle Gesetzeslage

Mit dem Inkrafttreten des neuen Cannabisgesetzes dürfen volljährige Personen bis zu drei weibliche Cannabispflanzen privat anbauen. Dies gilt pro Erwachsenem, sodass in einem Haushalt auch mehr als drei Pflanzen vorhanden sein dürfen. Hinzu kommt, dass man bis zu 50 Gramm getrocknetes Cannabis für den Eigenbedarf zu Hause aufbewahren darf. Dies gilt, im Gegensatz zur Anzahl an Pflanzen, für den gesamten Haushalt und nicht pro Kopf. Der Verkauf des selbst geernteten Cannabis’ ist auch weiterhin verboten.

 

Außerdem müssen die Cannabispflanzen so angebaut werden, dass weder Minderjährige noch Dritte Zugang haben, also beispielsweise in einem separaten, abschließbaren Zimmer oder Schrank. Wer zur Miete lebt, sollte zudem sicherstellen, dass Nachbarn nicht belästigt werden, etwa durch Geruchsbildung.

 

Die richtige Ausstattung für den Cannabis-Heimanbau

Beim Cannabis-Anbau kommt es vor allem auf das richtige Verhältnis von Lichteinfall, Temperatur und Feuchtigkeit an, besonders wenn reguläre oder feminisierte Samen verwendet werden. Für den Indoor-Anbau ist ein Growzelt von Vorteil, da hier die Bedingungen konstant gehalten und Gerüche weitgehend zurückgehalten werden. Licht und Wärme lassen sich mit entsprechenden LED-Lampen simulieren, während ein kleiner Ventilator dafür sorgt, dass die Luft zirkuliert.

 

Weiter benötigst du Erde mit optimalem pH-Wert, Pflanzendünger und Töpfe mit Drainage. Wie die meisten Pflanzen reagiert auch Cannabis sensible auf Staunässe. Gieße daher mit Bedacht, aber regelmäßig. Mittels Zeitschaltuhr kannst du den Lichtzyklus regeln, sodass du nicht alle paar Stunden den Schalter betätigen musst. Beim Indoor-Anbau solltest du auf Temperaturen zwischen 20 und 28 Grad sowie einer Luftfeuchtigkeit von 40 bis 60 Prozent achten.

 

Woher du deine Cannabissamen bekommst

Cannabissamen dürfen legal erworben werden, solange sie für den Eigenanbau gedacht sind. Viele Konsumenten bestellen ihr Saatgut über einen Headshop online, da du dort in der Regel große Auswahl hast und so verschiedene Sorten anbauen kannst. Beim Kauf solltest du auf den THC- und CBD-Gehalt achten, denn dieser bestimmt die Wirkung des Endprodukts.

 

Die passende Sorte für den Indoor-Anbau

Für den Indoor-Anbau eignen sich besonders Autoflowering-Sorten. Die Pflanzen werden nicht ganz so groß wie andere Cannabispflanzen und finden daher auch auf kleinstem Raum genügend Platz. Auch für Anfänger sind Autoflower-Sorten ideal, weil der Anbauprozess deutlich einfacher als bei photoperiodischen Pflanzen ist.

 

Ungeachtet davon, kannst du dich für jede Sorte entscheiden. Bei photoperiodischem Anbau solltest du dich vorab über die Umgebungsbedingungen informieren. Beliebt unter den Autoflowering-Sorten sind vor allem Amnesia Haze, Mandarin OG oder Trainwreck. Ein weiterer Vorteil von Autoflowering-Sorten: sie blühen bereits nach wenigen Wochen. Bei der Auswahl der Sorte solltest du natürlich auch auf den THC-Gehalt achten. Dieser wirkt sich auf die Intensität des High-Gefühls aus.

 

Indoor oder Outdoor – was passt besser?

Indoor-Grower haben den Vorteil, dass sie Licht, Temperatur und Feuchtigkeit genau steuern können. Dafür fallen Stromkosten und etwas mehr Aufwand an. Outdoor wächst Cannabis natürlicher, doch Wind, Regen und Schädlinge können den Ertrag mindern.

 

Für den Balkon oder die Terrasse eignen sich Pflanzkübel mit lockerer Erde und Drainage. Wichtig ist ein sonniger, windgeschützter Platz. In Regionen mit viel Regen empfiehlt sich ein Überdach, damit die Blüten nicht schimmeln. Wer im Garten anbaut, sollte zudem auf den Boden achten: Ein humusreicher, luftiger Untergrund fördert kräftige Wurzeln.

 

Pflege während der Wachstumsphase

Während der Wachstumsphase entscheidet sich, wie kräftig und ertragreich die Pflanzen werden. Regelmäßige Kontrolle auf Schädlinge und Schimmel ist wichtig. Blattläuse, Spinnmilben oder Trauermücken lassen sich frühzeitig erkennen, wenn du die Blätter genau betrachtest.

 

Gegossen wird, sobald die oberste Erdschicht trocken ist. Zu viel Wasser schwächt die Wurzeln. Ein leichter Luftstrom stärkt die Pflanzenstiele und verhindert, dass sich die Wärme staut. Ab der Blütephase benötigen die Pflanzen weniger Stickstoff, dafür mehr Phosphor und Kalium. Passende Dünger sind im Fachhandel erhältlich.

 

Ernte und Trocknung

Wenn die Blüten harzig glänzen und die kleinen Blätter leicht vergilben, steht die Ernte bevor. Das Zeitfenster liegt meist zwischen acht und zwölf Wochen nach Beginn der Blüte. Am besten werden die Triebe morgens geschnitten, wenn der Harzgehalt am höchsten ist.

 

Nach dem Schneiden hängt man die Blüten kopfüber an einem dunklen, luftigen Ort auf. Die Trocknung dauert etwa zehn Tage. Danach lassen sich die Blüten in Gläsern luftdicht lagern. So reift das Aroma weiter aus, und der Geschmack wird intensiver. Wichtig ist, dass das Endprodukt trocken, aber nicht bröckelig ist.